Alte Schule: Rückblick

Die Hösseringer Schule war die dritte und letzte Dorfschule im Ort und wurde 1938 als einklassige Schule eingeweiht, in der alle Jahrgänge gleichzeitig unterrichtet wurden. Erst in den 1950er Jahren wurde ein zweites Klassenzimmer winkelförmig angebaut. Der letzte Schultag war der 25. Juni 1975, aber bereits 1972 hatte die Schule ihre Eigenständigkeit verloren, nachdem Hösseringen Teil der Samtgemeinde Suderburg wurde.

Nach 1975 folgte eine wechselhafte private Nutzung mit längerem Stillstand, bis die Familie Schrader 1988 mit ihren drei Töchtern das Haus erwarb und in liebevoller Kleinarbeit bewohnbar machte. Mila Schrader renovierte die Alte Schule mit viel Sensibilität unter Einbeziehung von ökologischen und historischen Baustoffen.

Seit dem 1. Mai 2004 lädt das eine ehemalige Klassenzimmer als gemütliches Dorfcafé zum Verweilen ein. Im anderen Klassenzimmer, das als Werkstatt gedient hatte, eröffnete Mila Schrader im November 2005 einen Dorfladen. So wurde die Schule wieder ein dörflicher Mittelpunkt und für die Gäste ein Erlebnisort für schulische, dörfliche und regionale Erinnerungen.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Schule im Jahr 2008 ist die Chronik:  »Die Hösseringer Dorfschule – Rückblick 1937 bis 2008« überarbeitet worden. Hierin sind die wichtigsten Bauphasen, Bauhandwerker, aber auch die Namen aller Lehrer festgehalten. Außerdem findet in der Woche vom 22. bis 28. September 2008 in der Alten Schule anlässlich dieses Jubiläums eine Aktionswoche mit vielen Überraschungen statt. Weitere Details unter Veranstaltungen.

Wer mehr über die 1.000-jährige Geschichte von Suderburg erfahren möchte, dem sei die Lektüre der Suderburger Chronik empfohlen: »Die Geschichte der Gemeinde Suderburg«. Vom Heidedorf bis zur modernen Universität, Rückblick auf 1.000 Jahre Regionalgeschichte und zugleich eine interessante Lektüre über die Lüneburger Heide.

Und was wäre eine Schule ohne Schulfibel? Im Mila Schraders Verlag, der Edition :anderweit, ist der Nachdruck einer Schulfibel von 1910 erschienen: »Fibel für Niedersachsen«. Mit ihr kommen Sie den Geheimnissen der Deutschen Druck- und Schreibschrift auf die Spur, kombiniert mit wunderschönen Bildern von Hugo F. Hartmann.